Konversationskurs Schleifer Sorbisch
Juliana Kaulfürstowa I Kaulfürst
Region Slepo/Schleife
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Sprachmotivatorin
Juliana Kaulfürstowa | Kaulfürst
Region Slepo/Schleife
In der Schleifer Region bin ich schon seit 2010 aktiv. Mein Herz schlägt für das Schleifer Sorbisch: eine wunderschöne klingende Sprache, die leider nur noch etwa 20 Menschen beherrschen. Ich bin schon viele Jahre Mitglied des Fördervereins Njepila-Hof Rohne und des Vereins Kólesko. Somit fühle ich mich hier gut verankert. Als Motivatorin wirke ich rund um Slepo/Schleife sowie in Wochozy/Nochten.
Keine Angst vor der sorbischen Welt! Gemeinsam bahnen wir uns den Weg dahin – auf Wanderungen, bei Singeabenden, Vorträgen oder in Plauderrunden. Volkslieder, Sagen, Bauernregeln, aber auch der ganze Kosmos des Internets sind meine Helfer, wenn ich euch die verschiedenen Möglichkeiten vorstelle, die eigenen sorbischen Wurzeln zu ergründen und die Sprache zu erlernen. Ich übe mit euch Lieder ein oder berate euch bei der Planung eines sorbischen Kulturprogramms. Jeden Monat erscheint im Amtsblatt meine „Sorbischseite“ mit Sprachkurs, Sprüchen, Rätseln und Einladungen zu meinen Veranstaltungen. Wer tiefer in die Sprache eintauchen möchte, dem biete ich Sprach-Stunden oder Konversationskreise an. Ganz niedrigschwellig können wir uns dem Sorbischen mithilfe von Bookii-Hörstiften oder Kartenspielen widmen. Wir finden das Richtige für jeden, der sich der sorbischen Welt und Sprache annähern möchte.
zum Kontakt
Weitere Informationen über Slepo/Schleife und Wochozy/Nochten findest du u.a. hier:
* Modul „Sprachlandschaft Schleife“ im Portal SORABICON
* Informationen über die Schleifer Kultur, Sprache und Geschichte bei Kólesko
* Artikel über Slepo/Schleife in der sorbischen und deutschen Wikipedia
* Eintrag über Slepo/Schleife und Wochozy/Nochten in der „Statistik der Lausitzer Sorben“ von Arnošt Muka
* Artikel über den Schleifer Dialekt und die Schleifer Region im Sorbischen Kulturlexikon
* Sorbisches Kulturzentrum in Slepo/Schleife
Rund 40 Neugierige zog es am Donnerstag in die Schleifer Kirche – zur Ausstellung „Erzählungen aus dem Grastuch“, bei der Sprache, Geschichte und Tradition lebendig wurden.
Sprachmotivatorin Juliana Kaulfürst entführte das Publikum mit originalen Tonaufnahmen in die Klangwelt des authentischen Schleifer Sorbisch. Dabei teilte sie persönliche Erlebnisse aus der Zeit von 2010 bis 2015, als sie in den Dörfern rund um Schleife mit Muttersprachlern sprach und deren Sprache aufzeichnete.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand auch das „Grastuch“ (Płachta) – ein schlichtes, aber vielseitiges bäuerliches Tuch, das früher bei der Arbeit fast überall zum Einsatz kam. Besonders spannend: Einige Besucherinnen, die das Grastuch noch als junge Mädchen nutzten, demonstrierten live verschiedene Bindetechniken um den Körper.
Zum stimmungsvollen Abschluss sangen alle gemeinsam mit Pfarrerin Jadwiga Mahling traditionelle Schleifer Kirchenlieder – ein bewegender Ausklang, der eindrucksvoll zeigte, wie Sprache, Geschichte und Gemeinschaft auch heute noch Hand in Hand gehen.
Wie werden denn nur diese ganzen Buchstaben mit den Häkchen und Strichen ausgesprochen?!
Und wie liest man die Buchstabenkombination ch am Wortanfang? Solche und andere Fragen wurden während eines Abend-Workshops im Büro der Schleifer Sprachmotivatorin behandelt. Man näherte sich der Thematik mit Hilfe von Kärtchen, Plakaten und Kinderbüchern an, und am Schluss durfte sich jeder spielerisch ausprobieren, z.B. mit dem sorbischen Wortdomino oder einem sorbischen Quiz.
Zur schönsten Sommerzeit hat sich in Halbendorf eine fröhliche Runde getroffen, um gemeinsam altbekannte, liebgewonnene Volkslieder zu singen.
Zur schönsten Sommerzeit hat sich in Halbendorf eine fröhliche Runde getroffen, um gemeinsam altbekannte, liebgewonnene Volkslieder zu singen. Dabei waren ihnen das Schleifer Liederbuch “Slěpański spiwnik” und der obersorbische “Towaršny spěwnik” gute Helfer, schließlich haben einige sorbische Lieder sehr viele Strophen. Sogar aus Berlin war ein Teilnehmer angereist – er übernahm vom Akkordeonisten das Instrument, um mit den Sängern die sorbische Hymne “Rjana Łužica” anzustimmen.
Die Besucher beider Veranstaltungen nahmen aktiv an der „Leinwand-Wanderung“ teil und testeten vor Ort alle Möglichkeiten des Filterns, Suchen und Anhörens.
In und um Schleife herum stoßen wir vielerorts auf die sorbische Sprache. Wo wir Sorbisch hören oder auch sehen und viel darüber erfahren können, das zeigt das Portal „Sprachlandschaft Schleife“ auf der wissenschaftlichen Plattform Sorabicon des Sorbischen Instituts. Die Sprachmotivatorin Juliana Kaulfürst, die inzwischen schon seit 15 Jahren in der Schleifer Region arbeitet, hatte in ihrer Anstellung beim Sorbischen Institut gemeinsam mit Kollegen die Inhalte des Portals erarbeitet, welche sie nun in zwei Veranstaltungen den Interessierten aus Schleife und Umgebung nähergebracht hat.
Das Portal hat 9 Themenkacheln, hinter denen sich die zusammengetragenen Inhalte verstecken, z.B. * Aufnahmen des Schleifer Sorbischen mit Muttersprachlern, * eine Suchmaschine zum Durchsuchen des Wortschatzes in historischen Wortsammlungen, * die Zusammenstellung von über 250 Quellen, welche Schleifer Dörfer, Persönlichkeiten, Geschichte oder Sprache behandeln, * Fotos aller 267 in der Schleifer Sprachlandschaft existenten (oder inzwischen schon verlorenen) sorbischen / zweisprachigen Aufschriften, * eine transkribierte und übersetzte Handschrift aus Rohne aus dem Jahr 1902, * Sammlung von Flurnamen, * eine interaktive Karte mit allen Inhalten und vieles mehr.
Die Besucher beider Veranstaltungen nahmen aktiv an der „Leinwand-Wanderung“ teil und testeten vor Ort alle Möglichkeiten des Filterns, Suchen und Anhörens.
Das Portal steht in Obersorbisch und Deutsch zur Verfügung und ist zu finden unter der Adresse https://www2.sorabicon.de/de/sprachlandschaft-schleife/ (Sprachlandschaft Schleife).
Beim Wandern in die sorbische Sprache eintauchen? Das funktioniert! Jeder bekommt ein Themenblatt mit QR-Code, um sich die Wörter und Wendungen durchzulesen und zugleich anzuhören. Dann brauchen wir nur noch gute Laune und angenehme Mitwanderer.
Unsere sorbischen Wanderungen finden viermal jährlich mit wechselnden Themen statt. Es begleiten euch Dr. Hync Rychtaŕ und Juliana Kaulfürst, die mit euch auch singen. Natürlich darf auch die Verpflegung nicht fehlen – entweder wir kehren irgendwo ein oder wir machen ein Picknick in der Natur.
Sagen aus der Umgebung bleiben für uns interessant, weil in ihnen bekannte Orte, Namen und Figuren vorkommen. Im Laufe der Lesung wiederholen oder erlernen wir sorbische Worte, die im Sagentext auftreten.
So findet sicherlich jeder schnell Zugang zu sorbischen Erzählungen aus der Muskauer Heide. Mittagsfrau, Irrlichter und Wassermann sind bekannt – aber kennt ihr auch die furchterregenden Graben?
Ich selbst habe das Schleifer Sorbisch anfangs mithilfe von Schleifer Volksliedern gelernt. Schnell war ich mir sicher: Mit ihren Texten lässt sich die Sprache ganz wunderbar erlernen! Das möchte ich auch euch vermitteln.
Ein Sorbischer Singenachmittag oder das Adventssingen ermöglichen es uns, gemeinsam fröhlich zu singen. Dabei sind wir auch nicht allein – wir werden von einem Akkordeonisten begleitet, und somit brauchen wir uns nicht zu scheuen. Jeder singt nach seiner Art, leise oder kräftig.
Juliana Kaulfürstowa | Kaulfürst
Motivatorin für sorbische Sprache rund um Schleife und Nochten
juliana.kaulfuerstowa@domowina.de
035773 169990